Gesamtlänge
Die Gesamtlänge bezeichnet die vollständige Länge des sichtbaren Griffkörpers. Gemessen wird von der äußeren Kante des einen Griffendes bis zur äußeren Kante des gegenüberliegenden Griffendes.
Ratgeber von FSR Design
Gesamtlänge, Stützenabstand, Ausladung und Türstärke entscheiden darüber, ob ein neuer Türgriff zur vorhandenen Tür und zur geplanten Befestigung passt. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Maße benötigt werden und wie Sie einen Türgriff oder Stoßgriff richtig ausmessen.
Vor der Bestellung richtig planen
Türgriffe, Stoßgriffe und Griffstangen werden in zahlreichen Formen, Längen und Befestigungsvarianten angeboten. Auch optisch ähnliche Modelle können sich bei ihren Abmessungen deutlich unterscheiden. Deshalb reicht es für eine sichere Auswahl meist nicht aus, lediglich die ungefähre Länge des vorhandenen Griffs zu bestimmen.
Besonders wichtig ist das genaue Ausmessen, wenn ein vorhandener Türgriff ersetzt werden soll und die vorhandenen Bohrungen weiterhin genutzt werden sollen. In diesem Fall muss insbesondere der Abstand zwischen den Befestigungspunkten zum neuen Griff passen. Weicht dieses Maß ab, kann der neue Griff häufig nicht ohne weitere Anpassungen montiert werden.
Bei neuen Türen oder individuell geplanten Projekten stehen dagegen häufig die gewünschten Proportionen und die spätere Nutzung im Mittelpunkt. Ein kompakter Türknopf stellt andere Anforderungen als ein langer Stoßgriff an einer großformatigen Glas- oder Eingangstür. Auch die Türstärke, das Material der Tür und die gewünschte Griffausladung müssen berücksichtigt werden.
Die folgenden Erläuterungen dienen als Orientierung. Welche Befestigung und welche Maße im konkreten Projekt erforderlich sind, hängt immer vom ausgewählten Griffmodell, dem Türsystem und der vorgesehenen Montagesituation ab.
Die wichtigsten Abmessungen
Für eine Anfrage oder Bestellung sollten die Maße eindeutig bezeichnet werden. Dadurch lassen sich Missverständnisse vermeiden und die gewünschte Ausführung kann zuverlässig mit der vorhandenen Tür abgestimmt werden.
Die Gesamtlänge bezeichnet die vollständige Länge des sichtbaren Griffkörpers. Gemessen wird von der äußeren Kante des einen Griffendes bis zur äußeren Kante des gegenüberliegenden Griffendes.
Der Stützenabstand bezeichnet den Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Griffstützen. Bei vielen Stoßgriffen entspricht dieses Maß gleichzeitig dem Abstand der erforderlichen Befestigungsbohrungen.
Die Ausladung beschreibt, wie weit der Griff von der Türoberfläche hervorsteht. Je nach Hersteller oder Modell kann dabei bis zur Griffmitte oder bis zur äußersten Griffkante gemessen werden.
Die Türstärke ist besonders für die Auswahl der Befestigungsmittel wichtig. Sie wird von der Vorderseite bis zur Rückseite des Türblatts beziehungsweise der Glasscheibe gemessen.
Maße richtig zuordnen
Ein häufiger Fehler beim Ausmessen besteht darin, die vollständige Grifflänge mit dem Abstand der Befestigungspunkte zu verwechseln. Die Gesamtlänge beschreibt ausschließlich die sichtbare Länge des Griffkörpers. Der Stützenabstand wird dagegen von der Mitte der oberen Stütze bis zur Mitte der unteren Stütze gemessen.
Bei einem geraden Stoßgriff ist die Gesamtlänge üblicherweise größer als der Stützenabstand. Oberhalb und unterhalb der Griffstützen kann der Griffkörper jeweils ein Stück überstehen. Wie groß dieser Überstand ist, hängt von der Konstruktion und Gestaltung des jeweiligen Modells ab.
Soll ein vorhandener Griff ersetzt werden, ist der Stützen- beziehungsweise Bohrungsabstand normalerweise das entscheidende Maß. Die Gesamtlänge kann dagegen verändert werden, sofern die Konstruktion des neuen Griffs zu den vorhandenen Befestigungspunkten passt.
Edelstahlgriffe von FSR Design ansehenSchritt für Schritt
Verwenden Sie möglichst einen festen Zollstock oder ein geeignetes Maßband. Für kleinere Abstände und Durchmesser kann zusätzlich ein Messschieber hilfreich sein.
Notieren Sie zunächst, um welche Tür es sich handelt. Wichtig ist unter anderem, ob der Griff an einer Holz-, Metall-, Glas- oder Verbundtür montiert werden soll. Auch die konkrete Konstruktion der Tür kann Einfluss auf die spätere Befestigung haben.
Messen Sie den vorhandenen Griff von der äußersten oberen bis zur äußersten unteren Kante. Bei einem waagerecht montierten Griff messen Sie entsprechend von links nach rechts. Geben Sie das Maß möglichst in Millimetern an.
Messen Sie von der Mitte der ersten Befestigung beziehungsweise Griffstütze bis zur Mitte der zweiten Befestigung. Wenn der vorhandene Griff demontiert ist, kann direkt von der Mitte eines Bohrlochs bis zur Mitte des anderen Bohrlochs gemessen werden.
Messen Sie, wie weit der Griff von der Türfläche absteht. Halten Sie zusätzlich fest, ob das Maß bis zur Mitte oder bis zur äußeren Kante des Griffkörpers ermittelt wurde. Bei einer Anfrage sollte die verwendete Messweise eindeutig angegeben werden.
Bei runden Griffen wird der Durchmesser des Griffrohrs ermittelt. Bei quadratischen oder rechteckigen Griffen werden Breite und Tiefe angegeben. Diese Maße beeinflussen sowohl die Optik als auch die Haptik des Griffs.
Messen Sie die Materialstärke der Tür oder Glasscheibe. Bei Türen mit aufgesetzten Profilen, Rahmen oder zusätzlichen Beschichtungen sollte genau dokumentiert werden, welche Schichten von der Befestigung durchdrungen werden müssen.
Fotografieren Sie die Tür vollständig sowie die vorhandenen Befestigungen aus der Nähe. Eine einfache Skizze mit eingezeichneten Maßen erleichtert die technische Abstimmung und hilft, Rückfragen zu vermeiden.
Vorhandenen Griff ersetzen
Soll ein vorhandener Türgriff ausgetauscht werden, müssen zunächst die vorhandenen Befestigungspunkte geprüft werden. Bei einem Griff mit zwei Stützen ist vor allem der Abstand zwischen den Bohrungsmittelpunkten entscheidend. Dieses Maß wird häufig als Bohrungsabstand, Achsabstand oder Stützenabstand bezeichnet.
Zusätzlich sollte der Durchmesser der vorhandenen Bohrungen kontrolliert werden. Die neue Befestigung muss nicht nur zum Abstand, sondern auch zur Art und Größe der vorhandenen Bohrungen passen. Das gilt besonders für Glastüren, bei denen nachträgliche Anpassungen nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sein können.
Auch Abdeckungen und Befestigungselemente sollten berücksichtigt werden. Ein neuer Griff kann technisch passen, obwohl die Rosetten oder Stützen die vorhandenen Montagespuren nicht vollständig verdecken. Fotos der demontierten Befestigung und der vorhandenen Bohrungen sind deshalb bei einer Produktanfrage besonders hilfreich.
Ist kein passendes Standardmodell verfügbar, kann eine individuelle Griffausführung sinnvoll sein. FSR Design bietet je nach Produkt und technischer Umsetzbarkeit unterschiedliche Größen, Längen und Materialkombinationen an.
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Je nach Griffart
Nicht bei jeder Griffart werden dieselben Maße benötigt. Die folgenden Beispiele zeigen, welche Angaben bei typischen Ausführungen besonders relevant sind.
Stoßgriffe
Bei einem geraden Stoßgriff werden üblicherweise Gesamtlänge, Stützenabstand, Ausladung, Griffdurchmesser beziehungsweise Griffquerschnitt und die Türstärke benötigt.
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Knopfgriffe
Bei einem einzelnen Knopfgriff sind vor allem Griffdurchmesser oder Griffbreite, Ausladung, vorhandene Bohrung, Befestigungsart und Türstärke von Bedeutung.
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Glastürgriffe
Für eine Glastür werden zusätzlich zur Grifflänge die Glasstärke, die vorhandenen Bohrungsdurchmesser und die genaue Position der Bohrungen benötigt.
Türgriffe aus Glas ansehenBesondere Anforderungen
Beim Ausmessen einer Glastür ist besondere Sorgfalt erforderlich. Neben dem Abstand der Bohrungsmittelpunkte müssen die Glasstärke und der Durchmesser der vorhandenen Bohrungen eindeutig erfasst werden. Auch der Abstand der Bohrungen zu den Glaskanten kann für die Beurteilung der Montagesituation relevant sein.
Bei einer bereits vorhandenen Glastür sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die Bohrungen nachträglich beliebig verändert werden können. Gehärtetes Sicherheitsglas kann nach seiner Herstellung grundsätzlich nicht wie gewöhnliches Glas nachbearbeitet werden. Die Griffauswahl muss deshalb zur bestehenden Bohrung und Türsituation passen.
Wird eine neue Glastür geplant, sollten Griffmodell, Befestigung und Bohrbild möglichst vor der Herstellung des Glases festgelegt werden. Die erforderlichen Bohrungen können anschließend anhand der technischen Vorgaben des ausgewählten Griffs eingeplant werden.
Für eine Anfrage sollten Sie daher neben den Maßen möglichst auch Fotos oder eine technische Zeichnung der Glastür übermitteln. So kann geprüft werden, welche Griffausführung grundsätzlich zur vorgesehenen Anwendung passt.
Mehr über Türgriffe aus Glas erfahrenCheckliste für Ihre Anfrage
Türart und Türmaterial
Türstärke oder Glasstärke
Gesamtlänge des gewünschten Griffs
Stützen- oder Bohrungsabstand
Bohrungsdurchmesser
Gewünschte Ausladung
Griffdurchmesser oder Querschnitt
Einseitige oder beidseitige Ausführung
Gewünschtes Material und Oberfläche
Benötigte Stückzahl
Fotos der Tür und Befestigung
Skizze oder technische Zeichnung
Typische Messfehler
Bereits kleine Missverständnisse bei der Bezeichnung oder Messweise können dazu führen, dass ein Griff nicht zur vorhandenen Tür passt.
Der Bohrungs- oder Stützenabstand wird grundsätzlich von Mittelpunkt zu Mittelpunkt gemessen. Eine Messung von der linken Kante eines Bohrlochs bis zur rechten Kante des anderen Bohrlochs ergibt ein anderes Maß.
Die vollständige Länge eines Stoßgriffs entspricht normalerweise nicht dem Abstand seiner Befestigungspunkte. Beide Maße sollten separat angegeben werden.
Angaben wie „etwa 30 Zentimeter“ reichen für eine technische Abstimmung häufig nicht aus. Messen Sie möglichst präzise und geben Sie die Werte in Millimetern an.
Selbst wenn Griff und Bohrbild passen, können ungeeignete Befestigungsmittel die Montage verhindern. Die Türstärke gehört deshalb zu den grundlegenden Angaben.
Individuelle Abmessungen
Eine individuelle Ausführung kann sinnvoll sein, wenn vorhandene Bohrungen weiterverwendet werden sollen, ein bestimmter Stützenabstand erforderlich ist oder die Proportionen eines Standardgriffs nicht zur geplanten Tür passen.
Auch bei großen Glasflächen, hochwertigen Eingangstüren, Sauna- und Wellnessanlagen sowie architektonisch anspruchsvollen Objektprojekten können besondere Längen oder Materialkombinationen erforderlich sein.
Grundlage für eine individuelle Prüfung sind möglichst vollständige Maßangaben. Zusätzlich helfen Fotos, technische Zeichnungen und Informationen zur vorgesehenen Nutzung. Auf dieser Basis kann geklärt werden, welche Ausführung technisch realisierbar ist.
Für größere Projekte sollten außerdem Stückzahl, gewünschter Lieferzeitraum und Anforderungen an eine einheitliche Serie frühzeitig abgestimmt werden.
Referenzen von FSR Design ansehenHäufig gestellte Fragen
Die Gesamtlänge wird von der äußersten Kante des einen Griffendes bis zur äußersten Kante des gegenüberliegenden Griffendes gemessen. Bei einem senkrechten Griff erfolgt die Messung von oben nach unten.
Der Lochabstand wird von der Mitte der ersten Bohrung bis zur Mitte der zweiten Bohrung gemessen. Bei einem montierten Stoßgriff kann alternativ der Abstand zwischen den Mittelpunkten der Griffstützen bestimmt werden.
Der Stützenabstand bezeichnet den Abstand zwischen den Mittelpunkten der beiden Bauteile, mit denen der Griff an der Tür befestigt wird. Bei vielen Modellen entspricht er dem Bohrungsabstand der Tür.
Die Ausladung beschreibt den Abstand zwischen der Türoberfläche und dem Griffkörper. Je nach Modell wird das Maß bis zur Griffmitte oder bis zur äußersten Kante des Griffs angegeben.
Das ist grundsätzlich möglich, wenn Bohrungsabstand, Bohrungsdurchmesser, Befestigung und Türstärke zum neuen Griff passen. Die konkrete Eignung muss anhand des ausgewählten Modells geprüft werden.
Wichtig sind insbesondere Glasstärke, Bohrungsdurchmesser, Abstand der Bohrungsmittelpunkte, Position der Bohrungen und die gewünschte Grifflänge. Fotos oder technische Zeichnungen erleichtern die Beurteilung.
Viele Maße können auch bei montiertem Griff bestimmt werden. Der genaue Bohrungsdurchmesser und die konkrete Befestigung lassen sich allerdings häufig erst nach der Demontage zuverlässig erkennen.
Für eine eindeutige technische Abstimmung sollten sämtliche Maße in Millimetern angegeben werden. Dadurch lassen sich Missverständnisse durch unterschiedliche Einheiten vermeiden.
Hilfreich sind eine Gesamtansicht der Tür, Nahaufnahmen des vorhandenen Griffs, Fotos der Befestigung sowie Bilder der Bohrungen nach einer möglichen Demontage. Ein Zollstock im Bild kann zusätzlich bei der Orientierung helfen.
Je nach Produkt, Material, Stückzahl und technischer Umsetzbarkeit können individuelle Größen oder Ausführungen geprüft werden. Für eine Beurteilung werden vollständige Maßangaben und Informationen zur geplanten Anwendung benötigt.
Beratung und Produktanfrage
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